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Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

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Samstag, 10. September 2016

Trek´n Eat Rührei mit Zwiebeln im Test

Nachdem Vic den Genuß von Rührei in Pulverform auf unserer Steinhuder Meer Trekking Tour verweigert hat, fühlte ich mich genötigt den Test allein durchzuführen. Und ich muss sagen, Lecker war es, viel Spaß beim anschauen.

Montag, 1. August 2016

Trekking am Steinhuder Meer


Das Steinhuder Meer ist mit 31 Quadratkilometern Fläche das größte Binnengewässer Nord-West Deutschlands und liegt in Niedersachsen bei Hannover. Die maximale Wassertiefe liegt bei 2,5 Metern. Es gibt einen Rundwanderweg der ca. 30 Km lang ist.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Video Fuerteventura

Hier noch ein paar bewegte Bilder zu unserem Fuerteventura Urlaub. Viel Spaß beim anschauen.


Dienstag, 21. Juni 2016

Fuerteventura die Abreise und Fazit

Nun ist es soweit und der Urlaub ist wieder einmal viel zu schnell vorbei gegangen. Wir packen routiniert unsere Sachen und verlassen das Hotel um 11:30 Ortszeit. Unser Flug geht erst um 18:55 und so haben wir schon im Vorfeld einen kleinen Roadtrip geplant.
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Wir fuhren einfach Richtung Flughafen und sind an jedem Ort der an der Küste lag von der Autobahn abgefahren um uns eine Wenig umzusehen. Heute Brennt der Planet und in jedem Ort versuchen wir ein Schattenplätzchen zu finden um ein wenig zu verweilen und das bunte Treiben der Straßen zu beobachten. Nur wird mit Schatten auf Fuerteventura sehr sparsam umgegangen. Ich denke als Sonnenschirmverkäufer könnte man hier ein gemachter Mann werden.
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Auf dem kleinen Roadtripp viel uns die unheimlich hohe Militärpräsenz auf. Radpanzer standen an den Straßen und Soldaten beobachtet die Straße. An den Kreiseln Standen Soldaten mit Maschinengewehren. Das beunruhigt uns schon etwas vielleicht ist ja die Zombie Apokalypse ausgebrochen und aufgrund des schlechten W-Lans im Hotel haben wir es nicht mitbekommen.
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Als wir den Radpanzer auf dem Weg zu einer alten Salzgewinnungsanlage passierten standen wir sofort im Fokus der Solldaten. Wir tragen unsere Wanderschuhe und die Bekleidung ist in dunklen Erdtönen gehalten, das scheint die Soldaten nervös zu machen. Wo sind wir denn wieder reingeraten. Und das wird sich nie aufklären. Übrigens sollte man vom Fotografieren Militärischer Einrichtungen und Material  besonders im Ausland abstand nehmen. Das kann bösen Ärger geben. Allerdings hatten die Jungs auf dem Panzer das Glück, das ich nur Fotos schieße. So aufmerksam waren sie nicht.
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Die Salzgewinnungsanlage von Las Salinas war sehr interessant. Bis in die 80 er Jahre war diese Anlage noch kommerziell im Einsatz. Heute dient sie nur noch als Anschauungsobjekt.
Weiter ging es nach Puerto del Rosario. Im vergleich zu den kleinen Dörfchen die wir in unserem Urlaub besucht haben befinden wir uns hier in einer Metropole. Wir sind noch ein wenig am Gecoachten aber der ganze Trubel ist uns doch zu viel. Und wir machen uns auf zum Flughafen. Dort müssen wir noch den Mietwagen abgeben.
Um 16:00 Uhr Treffen wir am Flughafen ein, eine Stunde früher als geplant aber so können wir noch in ruhe eine Kleinigkeit Essen immerhin kommen wir erst mitten in der Nacht in Deutschland an. Die Mietwagenübergabe verlief ohne Probleme und wir suchten an der Info Tafel erst einmal wann das Boarding stattfindet. Doch wir finden unseren Flug nicht. Verzweifelt suchen wir alle Einträge ab und dann kam das entsetzen. Unser Flug wurde zwei Stunden nach hinten verschoben. Wir holten am Tui Schalter noch die Bestätigung ein und sind Frustriert. Man sagte uns eigentlich hätten wir informiert werden sollen, wurden wir aber nicht.
Unser Mietwagen ist wech und wir haben fünf Stunden bis unser Flug geht, Wir sind gestrandet. Geschockt schieben wir unseren Gepäckwagen vor das Flughafen Gebäude und aus purer Verzweiflung krame ich zwei Dosen Bier aus meinem Gepäck, die waren als Urlaubsabschluss für Deutschland eingeplant. Man muss seine Ressourcen nutzen wenn man sie braucht.
Und der Plan mit dem Essen ging auch nach hinten los. Normalerweise hat man an Flughäfen ja immer die Möglichkeit noch irgendwo einzukehren. Auf Fuerteventura nicht. Wir können noch ein überteuertes altes Thunfischsandwich für mich und zwei alte Donuts für Vic ergattern. Die Laune ist im Keller.
Nach dem Essen wenn man es so nennen darf kaufen wir uns noch ein Bier und hängen insgesamt fünf Stunden am Flugplatz rum. Toller Urlaubsabschluss. Um 03:00 Uhr Deutscher Zeit sind wir wieder in unserer eigenen Wohnung. Heute ist Sommersonnenwende, die längste Nacht im Jahr. Wie passend.
Gute Nacht oder guten Morgen Liebes Tagebuch
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Fazit Fuerteventura:
Die Insel der Starken Winde macht ihrem Namen alle ehre. Wir hatten keinen Tag ohne Starken Wind. Aber das wussten wir natürlich schon im vorraus. Fuerteventura ist eine Wüste was die Vegetation angeht, ich sehe das so. Die Schönheit liegt zwischen den Steinen. Man muss sich auf diese unwirkliche Natur einlassen können, und das konnten wir. Man sollte unbedingt mit einem Mietwagen abseits der Hotelbunker die Insel erkunden. Kleine Dörfer laden zum verweilen ein und es gibt wunderbare kleine Buchten, man muss nur gewillt sein diese auch ohne Reiseleitung zu entdecken. Wer Inspirationen sucht kann in meinem Blog vielleicht einiges interessantes finden.
Auch Wandern ist im Sommer möglich. Man sollte aber bedenken das es auf den Wanderungen so gut wie nie Schatten gibt. Also immer ausreichend Trinkwasser mitnehmen und an den Sonnenschutz denken. Außerdem ist eine Windjacke im Wandergepäck eine gute Investition. Man startet bei 30 Grad am Fuß eines Berges und schon 100 Höhenmeter später schlägt einem eisiger Wind mit über 100 Stunden Kilometer ins Gesicht. Ausnahmsweise empfehle ich den Rother Wanderführer Fuerteventura, er bietet gute Inspirationen für den Ausflug zu Fuß.
Einen Aspekt sollte man beim Wandern auf Fuerteventura im Hinterkopf behalten. Spätestens nach der zweiten Wanderung hat man das Gefühl alle weiteren Wanderungen schon einmal unternommen zu haben. Es ist doch sehr eintönig, aber es gibt immer kleine Schätze in der Landschaft zu finden.
Mein Fazit zu Fuerteventura ist sehr Positiv. Mehr als 10 Tage braucht man nicht um die Insel zu erkunden aber ich würde sie als Urlaubsziel jederzeit weiter empfehlen. Allerdings solltest du Aktiv die Insel erkunden wollen sonst wird es nur abhängen in einer Wüste.
Das Fazit zum Hotel folgt morgen.
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Montag, 20. Juni 2016

Costa Calma und Gecoachten Tag 10 Fuerteventura

Nach dem Frühstück lungerten wir ein wenig lustlos auf dem Balkon rum um zu beratschlagen was man heute unternehmen könnte. Und ganz spontan entschlossen wir uns zum Gecoachten in der Umgebung. Gestern haben wir übrigens Fund Nummer 800 verbuchen können, kein Grund aufzuhören. Wir wollten so wie so mal nach Costa Calma, bis jetzt sind wir immer nur durchgefahren. An dieser Stelle viele grüße an Sven vom YouTube Chanel WWC.
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In Costa Calma haben wir auch gleich zwei Geocaches gefunden. Und wir laufen noch ein wenig durch die Gegend. Zu Costa Calma kann ich leider kein positives Feedback geben. Anders ausgedrückt hier möchte ich nicht tot über dem Gartenzaun hängen. Aber ich habe auch keinen gesehen.
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Menschenmassen drängen sich über enge Fußwege ein Touri Shop neben dem nächsten und alles mit Bettenburgen zugepflastert. Ich habe schon schlimmeres gesehen aber hier finde ich es auch nicht schöner.
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Es gibt aber einen kleinen Lichtblick. Durch Costa Calma verläuft eine grünes Band, das hat ein wenig Park Charakter. Und nach zehn Tagen Wüste ist es ganz schön mal wieder einen Baum zu sehen. Und ich freue mich sogar über die sonst so verhassten Kiefernnadeln die am Boden liegen und mich auf unzähligen Wanderungen auf den Kanaren schon mehrfach zu fall brachten.
Etwas resigniert verließen wir Costa Calma wieder Richtung Hotel. Doch irgendwie wollten wir auch noch was unternehmen und spontan fuhren wir am Hotel vorbei. Es gab noch einen Stand in der nähe, an dessen Wegweiser sind wir schon unzählige male  vorbeigefahren sind. Also auch hier wieder spontan los Richtung Strand. Am Strand die Ernüchterung hier ist auch viel Trubel, vor allem Surfer düsen Kreuz und quer am Strand entlang. Das ist schön anzuschauen, aber das Bild haben wir auch seit 10 Tagen quasi vor der Haustür. Vic machte den Vorschlag mal zu schauen ob es hier einen Geocache gibt, und Tatsache es gab zwei. Für den ersten Cache mussten wir natürlich wieder auf einen kleinen Berg klettern. Und die Windböen die uns hier um die Ohren flogen haben uns fast vom Berg gepustet. Das mit den starken Winden auf Fuerteventura kann ich auf jeden fall als glaubhaft einstufen.
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Oben angekommen haben wir einen super Blick auf die Küstenlinie. Dort oben haben wir auch gleich noch zwei andere Geocacher gefunden, sie kamen ebenfalls aus Deutschland. Ein Hobby das tausende von Menschen mit ein ander verbindet. Wir kommen ins Gespräch und machen uns gemeinsam auf die suche nach dem Cache und wurden fündig. Unser Wege trennten sich, allerdings nicht für lange.
Nach dem Strand wollten wir aber immer noch nicht zum Hotel zurück. Vic hatte in der nähe einen Rohbau eines Hotel entdeckt. Lost Places sind immer gut also weiter mit der guten alten Trudi die mittlerweile vor Staub und Dreck strotzt.
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Vor Ort treffen wir wieder auf ein Typisch Kanarisches Phänomen. Es wird ein Bau geplant und als erstes werden die kompletten Zufahrtsstraßen inklusive Fußwege und Laternen gebaut. Dann wird der Bau des Gebäudes eingestellt und die wie aus dem Bilderbuch gestaltete Straße zum geplanten Objekt verrottet in der Walachei. In diesem Fall gab es die zufahrt auch schon aber es wurde wenigsten mit dem Rohbau angefangen. Doch hier tut sich nichts mehr. Keine Baumaschinen oder irgend ein Hinweis auf zukünftige Aktivitäten lassen auf eine Fertigstellung des Objektes schließen.
Und auch hier lag ein Geocache wie sich durch Zufall herausstellte. Als wir uns gerade in das Logbuch eintrugen sah ich ein Auto das neben unseren parkte, und aus dem Fahrzeug stiegen die Geocacher aus die wir am Strand kennengelernt haben. Über diesen Zufall mussten wir alle herzlich lachen.
Und dann ging es wirklich wieder zum Hotel. Einfach ein wenig entspannen und lesen. Die Rückreise wird morgen anstrengen genug. Um 12:00 Ortszeit müssen wir das Hotel verlassen und unser Flug geht um 18:30 Ortszeit. Da ist viel zeit zu überbrücken. An der stelle möchte ich noch die obligatorische Buchempfehlung geben.
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Laufen  Essen Schlafen von Christine Thürmer. Christine alias German Tourist war eine Erfolgreiche Geschäftsfrau bis sie gekündigt wurde. Sie hat sich aus dieser Situation entschlossen den Fernwanderweg Pacific Creast Trail in den USA zu laufen. Danach lässt sie das Wandern nicht mehr los und sie bricht alle Gesellschaftlichen Verpflichtungen ab und ist ab jetzt nur noch am Wandern sie besitzt keinen festen Wohnsitz. Die Wanderwege dieser Welt sind ihr neues zu Hause. Ein sehr empfehlenswertes Buch von einer beeindruckenden Frau, wie ich finde.
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Picknick mit Bären von Bill Bryson ist ein Klassiker unter der Wanderer Literatur. Bill entdeckt vor seiner Haustür die Wanderwegemarkierung des Apallachien Trail. Und beschließt diesen über 3000 Km langen Weg zu Wandern. Dazu gesellt sich ein alter Freund von ihm. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Bryson hat eine unheimlich humoristische Art Dinge zu beschreiben. Jeder der schon einmal gewandert ist wird sich in diesem Buch wiederfinden. Auf jeden Fall sehr Lesenswert.
Und das war auch schon unser entspannter Tag. Ach einen habe ich noch, die ältere Dame die den Anblick von Vic beim Essen nicht ertragen hat und sich deswegen extra umgesetzt hat saß heute Morgen ganz weit wech von ihrem Stammplatz. Und damit auch weit von uns wech. Nur war es blöd das neben ihr eine Gruppe von Geistig Beeinträchtigten Menschen Platz nahm. Ich Arbeite selbst mit geistig Beeinträchtigten Menschen und kann objektiv beurteilen das Menschen die sich an ein wenig Blech in der Lippe alias Pircing schon stören hier gewaltige Strapazen erleiden müssen. Ich freue mich sehr und hoffe die Gruppe Beeinträchtigter hat einen schönen Urlaub.
Ach ja heute Abend war sie wieder an ihrem Stammplatz weit wech von den beeinträchtigten, nur blöd das Vic und ich wieder in der nähe waren. Schönen Urlaub noch du Schabracke. Ich hasse nichts mehr, als  wenn Menschen aufgrund ihres äußeren verurteilt und ausgegrenzt werden. Die alte Tante sah nur die Tattoos und Pircings, hätte sie einen Herzinfarkt bekommen währen wir die ersten die Kompetent Hilfe leisten könnten und würden. Das sieht man aber nicht von außen. Ich hätte sie allein schon aus dem Grund wiederbelebt um ihr nach der Nahtot Erfahrung zu sagen das die Blechlippe von Vic die Mund zu Nase Beatmung durchgeführt hat. Das würde den nächsten Kollaps bedeuten. Ich habe eindeutig zu viel Fantasie und damit sage ich
Gute Nacht Liebs Tagebuch
PS: Das Fazit zum Hotel und zu Fuerteventura kommt erst in zwei Tagen da unsere Abreise so lange dauert.

Sonntag, 19. Juni 2016

Cofete Villa Winter Tag 9 Fuerteventura

Cofete ist ein Ort auf der Halbinsel Jandia, den es Offiziell gar nicht mehr gibt. Cofete wurde aus den Verzeichnissen der Städte entfern. Und dennoch zeiht es einige Menschen nach Cofete. Da sind zum einen die Menschenlehren Strände wo das baden aufgrund der Starken Brandung Lebensgefährlich ist und natürlich die legendäre Villa Winter. Sonst hat Cofete nicht viel zu bieten. Eine kleine Bar wenige Häuser aber jede menge Mythen und Legenden. Und auf diese Spuren wollen wir uns heute begeben.
Im Internet gibt es sehr viele Diskussionen ob Cofete mit einem PKW überhaupt angefahren werden kann oder ob zwingend ein Geländewagen notwendig ist. Da ich die Strecke heutemit einem Seat Ibiza gefahren bin erlaube ich mir das Urteil, ja das geht ohne Probleme. Nur bei Regenfällen würde ich die Strecke nicht mit einem PKW fahren. Wer den langen Weg nach Cofete in kauf nimmt sollte sich aber im klaren sein das es sich um eine nicht befestigte Schottenpiste handelt die über keine Absicherungen wie Leitplanken oder ähnliches verfügt. Menschen mit Höhenangst sollten lieber die Augen schließen, sofern sie nicht der Fahrer sind.
Wir haben den Weg gut gemeistert und Parken an der kleinen Bar im Ort wenn man das so nennen kann. Bis zu Villa Winter sind es noch 1,3 Km Fußmarsch, obwohl das auch mit einem PKW zu bewältigen ist. Meine Infos waren auf dem letzten Stück geht ohne 4X4 gar nichts. Ich glaube solche Informationen werden von Holländern gestreut.
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Doch was ist nun diese legendäre Villa Winter? Es handelt sich um die Villa von Gustav Winter, einem Deutschem Ingenieur der dem Nazi Regime nahe stand. Er pachtete die Region Cofete über Spanische Mittelsmänner und rückte mit einem Expertenteam an um die Region 1938 zu erschließen. In einem Interview im Stern wurde Gustav Winter der im Jahr 1971 starb gefragt warum er seine sagenumwobene Villa genau an diesem Ort gebaut hat. Er Antwortete, das er ein Naturfreund sei und er wollte Tomaten anbauen. Was natürlich totaler Blödsinn ist, in dieser Region ist Landwirtschaft so gut wie nicht möglich.
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Man geht eher davon aus das die Villa Winter das Herzstück eines geheimen U-Boot Hafens gewesen ist. Im zweiten Weltkrieg versuchte Deutschland auf den kanarischen Inseln U-Boot Häfen zu installieren. Weil die U-Boote von den Kanaren aus den ganzen Atlantik hätten kontrollieren können. Spanien unter der Diktatur von Franco ist aber offiziell ein neutrales Land und untersagt Deutschland das Stationieren von U-Booten. Und hier kommt der Ingenieur Gustav Winter ins spiel. Er soll einen unterirdischen Hafen angelegt haben der mit der Villa in Verbindung stand. Auch wenn Spanien offiziell als Neutral galt wurde Winter hier in seinen Machenschaften in ruhe gelassen. Vielmehr noch Franco ordnete an das die Region Cofete zum Militärischem Sperrgebiet erklärt wurde, alle Einwohner wurden Zwangs umgesiedelt nur damit ein Gustav Winter Tomaten anbauen kann.
Die Tatsache das unter Fuerteventura zig natürliche Hohlräume durch Vulkanausbrüche entstanden sind machten diesen Standort so attraktiv. Man geht davon aus das der gut erkennbare Turm der Villa den U-Booten als Navigationspunkt zum anpeilen der unterwasserliegenden einfahrt zum Hafen diente. Weiterhin soll die Villa genutzt worden sein um nach den Krieg NS Verbrecher mit U-Booten nach Latein Amerika zu bringen. Dazu gehörte auch Josef Mengele. Das verschiffen von ex Nazi größen soll bis in die 50èr Jahre angedauert haben. Der Stützpunkt Villa Winter soll so errichtet worden sein, das er völlig Autark vom Deutschen Reich agieren konnte.
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Die U-Boot Besatzungen lebten als ganz normale Einwohner auf der Insel und erst wenn es zu Einsatz ging verließen sie ihre Fincas und wurden zu Bootsleuten. Um Autark so einen Stützpunkt zu unterhalten braucht man Devisen, und die standen Gustav Winter in form von sieben Tonnen Gold zur verfügung. Der aufmerksame Leser wird sich Fragen warum die Gegend nicht untersucht wurde um den unterirdischen Stützpunkt zu lokalisieren.
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In den 50èr Jahren berichteten Bewohner der Halbinsel Jandie über massive Sprengungen im Bereich der Villa Winter. Man vermutet das alle Zugänge vernichtet wurden. Weiterhin ist angrenzend immer noch Militärisches Sperrgebiet, und die Spanische Regierung ist zu keiner Auskunft bezüglich Gustav Winters und seinen Machenschaften im Raum Cofete bereit. Akten werden unter Verschluss gehalten. Angeblich ist es dem Spanischen Militär verboten den Namen Gustav Winter überhaupt auszusprechen.
Dennoch sollen es drei Journalisten getarnt als Touristen geschafft haben bei mehreren Tauchgängen den unterirdischen Hafen ausfindig  gemacht zu machen. Sie notierten die Kennziffern von zwei völlig intakten U-Booten die eigentlich als Versenkt gelistet waren. Es blieben nur kurze Aufzeichnungen von ihnen übrig. Der eine wurde kurz nach dem Fund von einem Auto mit Fahrerflucht überfahren, bei seinem Tauchkumpanen ist das Boot explodiert und der dritte im Bunde der nicht mit Tauchen war redet seit den Tod seiner Freunde kein Wort mehr über die Villa Winter.
Wer jetzt an eine Schatzjagt denkt um die sieben Tonnen Gold zu finden wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Gustav Winter war nach dem Krieg sehr Geschäftstüchtig er Baute die ersten Hotel und quasi die hälfte von Fuerteventura gehört immer noch seiner Familie. Und wie wurde das finanziert, das überlasse ich der Fantasie der Leser.
Das war ein Kurzer Ausflug in die Legende Villa Winter, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit sowie Richtigkeit der hier geschilderten Ereignisse und Begebenheiten.
Heute ist die Villa Winter Besuchern zugänglich, beziehungsweise teilweise. Ein geistig beeinträchtigter alter Mann der verwandt mit dem Architekten der Villa ist hat Lebenslanges Wohnrecht bekommen. Dazu wohnt noch ein sehr Auskunftsfreudiger Spanier hier der angeblich den beeinträchtigten älteren Mann versorgt. Für ein paar Euros wird man in das Wohnzimmer der Villa Winter gelassen. Es gibt keine festen Preise nur eine Kasse an dem der alte Mann Teilnahmslos sitzt. Man schiebt einen Schein in die Kasse und die Tür mit der Aufschrift Stopp wird einem geöffnet.
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Das Möchtegern Museum ist eher eine Ansammlung von Schrott an den Wänden. Das meiste hat nichts mit Gustav Winter zu tun, eher wurde alles was Rostig und alt aussieht an die Wand genagelt. Ich frage mich auch ersthaft warum mich dieser Ort derart fasziniert. Wahrscheinlich stehe ich an dem selben Kamin an dem sich Josef Mengele gewärmt hat bevor er sich nach Latein Amerika verschiffen lassen hat. Eine gruselige Vorstellung insgeheim stelle ich mir vor ihm in die Eier zu treten und zwar genau vor diesem Kamin.
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Viel gibt es nicht zu sehen aber der Ort strahlt mal wieder eine Morbide Faszination aus. Übrigens wurde das gebiet der Villa Winter von Spanischen Kriegsgefangenen erschlossen, so viel zur Neutralität im zweiten Weltkrieg unter der Diktatur Francos.
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 Vic wurde von einem Touri in der Villa angesprochen ob sie ein Foto von ihm machen könnte. Und danach war er ganz redselig und fragte ob wir wirklich zu fuß hier hochgelaufen sind (Anmerkung der Redaktion 1,3 Km) und er findet das ja gut, zu Fuß gehen ist immer besser und etwas Bewunderung schwang in seiner stimme mit. Er wurde hoch gefahren. Wir mussten doch ein wenig schmunzeln. Aber man darf auch nicht vergessen viele Menschen können aus gesundheitlichen Gründen nicht  mehr so wie sie möchten und das Respektieren wir, an dieser stelle wird sich nicht lustig gemacht über Bus Touristen. Es war ein älterer Herr der sehr Freundlich zu uns war, er berichtete noch über Wanderwege in der Region. Und wir vermuten das er einfach nicht mehr so viel kann wie er möchte.
Wir machen uns auf den Rückweg zum Auto. Wir wollen noch einen alten Friedhof besichtigen. Wer meinen Blog kennt weis ich fotografiere keine Friedhöfe aus Respekt gegenüber den Angehörigen. Dieser Friedhof ist aber sehr Speziell. Erstens ist es ein Historischer Friedhof und ich kann mit meinen Fotos nicht die Gefühle von Hinterbliebenen verletzen.
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Und zweitens fällt mir nichts mehr ein. Hier wurden viele Namenlose Personen einfach im Sand verscharrt und mit Steinen bedeckt. Aus alten Holzlatten wurde ein Kreuze geformt und das war es. Hier liegen viele Glücksritter Schiffbrüchige und andere Seelen die Niemand interessiert. Und beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir doch ein zweiter Grund ein warum ich hier Fotografiert habe. Die armen Seelen die hier verbuddelt sind haben eine Geschichte aber niemand interessiert sich für sie. Vielleicht kann mein Blog Eintrag ein Virtueller Grabstein für die Namenlosen sein.
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Wieder im Hotel hatten wir eine Begegnung der unangenehmen Art. Ich berichtete  ja schon einmal das wir einem Britischem Paar den Stammtisch im Hotel streitig gemacht haben, aber es waren Deutsche. Und die bestrafen uns immer noch bei den Mahlzeiten  mit bösen blicken. Heute war die Krönung, die alte Dame blickte zu uns wechselte mit den Worten „Da vergeht einem der Appetit“ und wechselte den Tisch nur um Vics Pircings nicht zu sehen. Ich finde meine Frau Wunderschön. Am liebsten währe ich zur alten Schabracke hingelaufen um zu sagen „Gleich Klatsch es, aber keinen Applaus“ ich habe Respekt vor dem alter und wir quälen sie weiterhin mit unserer Anwesenheit.
In dem Sinne Gute Nacht Liebes Tagebuch





Samstag, 18. Juni 2016

El Puertito drei Küstenwanderung Tag 8 Fuerteventura

Eine unserer ersten Touren die wir auf Fuerteventura geplant haben ist die drei Küstenwanderung auf der Halbinsel Jandia. Bis heute haben wir diese Tour aus diversen Gründen immer wieder verschoben. Zwölf Kilometer mit der Aussicht auf die Süd, West, und Nordküste Fuerteventuras standen auf dem Programm.
Also scheuchten wir unseren Mietwagen namens Trudi Richtung Puerto de la Cruz. Laut Wanderführer wechselt man von einer befestigten Straße auf eine Schotterstraße. Wir waren gespannt was das wird. Es gibt da nämlich ein Problem mit dem Mietwagen. Auf den Kanaren erlischt der Versicherungsschutz wenn man mit seinem Mietwagen die befestigten Straßen verlässt. Paradoxerweise gilt das auch in den meisten fällen für die dicke Geländewagen die man an jeder Ecke mieten kann. Nur weis das kaum ein Tourist, wer liest schon das kleingedruckte. Und so sind Unmengen von Touristen im irrglaubenglauben ich habe ja eine Geländewagen mit dem darf ich auch in das Gelände fahren. Man wird aber auch nicht darauf hin gewiesen. Sondern es wird gern der Aufschlag für den Geländewagen abkassiert und wenn was passiert ist der Mieter schuld.
Wir kennen das Phänomen und wägen immer sehr genau ab was für Straßen wir Fahren und welche wir lieber bleiben lassen. Die Schotterpiste heute war für einen Kleinwagen ein Witz. Man sollte eben darauf achten das nicht jedes Schlagloch als Einladung gesehen wird. Aber wir haben mittlerweile genug Fahrpraxis auf den Kanaren. Gängige Praxis ist es wenn ein einheimischer hinter einem Fährt rechts ran zu fahren um ihn vorbei zu lassen (ich handhabe das auch so) weil die Locals einfach die Wege kennen und wir als Touristen nur Verkehrshindernisse sind. Mir wurde heute zwei mal der Weg frei gemacht bald bekomme ich den Spanischen Pass.
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Aber ein Umstand war heute neu für uns, Schafe. Plötzlich liefen ein paar wilde Schafe über den Schotterweg und ließen sich von uns nicht irritieren. Ganz im Gegenteil man schaute im vorbeilaufen neugierig in unser Auto um dann den Weg fortzusetzen.
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Am Startpunkt der Wanderung wie sollte es auch anders sein wehte uns ein Heftiger wind um die Nase. Und das sollte auf der ersten hälfte permanent anhalten. Es geht über eine breite Schotterstraße leicht Berg an. Die Lippen schmecken durch die Küstennähe sofort Salzig und wir begeben uns immer weiter in das Niemandsland. Gelegentlich kommt uns ein Auto entgegen und wir schlucken missmutig den aufgewirbelten Staub. Gerade am Anfang fand ich den Weg nicht sehr ermutigend. Man setzt gefühlte Tausend schritte und schaut sich um, alles sieht noch genau so aus wie vor den Tausend Schritten.
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Wenigstens ein paar schöne Ausblicke auf die Westküste entschädigen uns für die Monotonie des Schotters. Endlich verlassen wir die Piste und biegen in die Wüste ab. Der Weg ist gut markiert und wir stapfen weiter vom Wind geplagt durch Sand und Geröll.
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Auch das wirkt ziemlich eintönig, aber ich kann mich nicht sattsehen an den bizarren Flechten und den augenscheinlich hunderte Jahre alten Zweigen die ausgedörrt am Boden liegen. Ich blicke übrigens ganz bewusst zu Boden den der Blick nach vorn schüchtert mich nur ein, wieder so ein Berg über den man rüber muss.
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Aber jetzt macht das gehen Spaß, der Untergrund ist nicht so monoton wie wie die alte Schottenpiste. Mal stapfen wir durch weichen Sand, was etwas anstrengender ist und mal geht es über Geröll. Wir brauchen gar kein GPS Gerät zur Navigation. Zum einen gibt es immer noch eine gute Weg Markierung zum andern haben wir in der Ferne einen Fixpunkt, um den wir nicht herum kommen.
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Kurz  vor dem Fuß des Berges zieht der Weg steil an. Und wir Stiefeln weiter über Sand und Geröll. Gelegentlich rutschen wir mehr durch die Gegend aber es geht stetig voran. Dafür werden die Windböen immer heftiger. Es ist ein merkwürdiges Gefühl diesem kalten Wind ausgesetzt zu sein und durch die Sonneneinstrahlung gebraten zu werden. Auf dem Grad angekommen werden wir mit einem schönen Blick auf die Nordküste belohnt. Wir treffen noch ein weiteres Wander Paar das gerade Pause macht. Und es werden die Einzigen Menschen sein die wir im Wüstenabschnitte sehen werden. Nachdem wir den Berg passiert haben gehen wir wie auf Wolken. Das Gefühl diesen Abschnitt hinter uns zu haben beflügelt. Das lässt sich nicht in Worte fassen, man muss es erleben. Ein altes Bergsteiger Sprichwort sagt „Man bezwingt den Berg nicht, man wird von ihm geduldet“. Auch wenn wir nicht Bergsteigen sondern nur Wandern kann ich dem Sprichwort gerade einiges abgewinnen.
Zugegeben diese Tour ist Technisch mehr ein Spaziergang, als eine schwierige Bergwanderung. Aber all das was ich hier niederschreibe sind Gefühle und Gedanken direkt nach der Tour. In drei Wochen auf dem Sofa in Deutschland würde der Bericht um einiges nüchterner ausfallen.
Ich möchte auch noch einmal auf die mir meist gestellte Frage eingehen, warum macht man so etwas. Warum quält man sich Berge hoch, Schwitzt, friert und die Füße tun weh. Die einfache Antwort ist weil es mich glücklich macht. Aber das ist ein wenig komplexer. Menschen lieben Herausforderungen und die meisten suchen diese in ihrem Job, sie geben alles bis zum Burn Out nur um alle Herausforderungen oder sind es Anforderungen, zu erfüllen. Und am Ende stellen sie fest das alles was sie geleistet haben, keinen persönlichen Wert besitzt. Ihre Arbeitskraft ist austauschbar wie ein Legostein es folgt eine Tiefe lehre.
Bei unseren Touren haben wir mehr Schweiß, Blut und Adrenalin Produziert als im Arbeitsleben. Aber wir tun das für uns. Unsere Erfolge kann uns keiner mehr nehmen nur weil eine Bilanz etwas anderes sagt. Oder Kurz um, ich will mich herausfordern aber nicht herausgefordert werden.
Aber zurück zum Trail. Wir haben die Wegmarkierung verloren und anstatt das tolle GPS zu konsultieren navigieren wir nach der Karte im Kopf. Abgesehen davon wer sich hier lebensgefährlich verläuft ist wirklich doof. Wir haben die Küstenlinie immer im Blick und sondieren die Topographie um am schnellsten wieder zur Hauptstraße zu gelangen. Das macht spaß und schult das Auge für die Orientierung im Gelände. Und wir sind gut darin, wir kürzen den Wanderweg ein wenig querfeldein ab, umgehen  Hindernissen und sind wieder in der Zivilisation.
Der Rother Wanderführer hat drei Stunden reinen Gehzeit für die Tour angegeben, also ohne Pausen. Wir Haben die Tour in 2,5 Stunden absolviert und sind ein wenig stolz drauf. Und keine Wirtschaftliche Bilanz dieser Erde kann uns unsern Erfolg nehmen.
Gute Nacht Liebes Tagebuch
PS:Morgen geht es um Nazigold und geheime U-Boote