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Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

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Freitag, 17. November 2017

La Palma Tag 6 Über Umwege neues entdeckt

Kleine Info, dieser Blog feiert heute eine kleines Jubiläum. Das ist mein 200 Blogeintrag. Deshalb gibt es auch ein wenig Inhalt zum nachdenken.

Gestern war übrigens der erste Tag auf dem La Palma Tripp, den wir abends in der Finca verbracht haben. Leichter Nieselregen veranlasste uns zum Rückzug. Bisher waren wir immer draußen, wofür mieten wir uns eigentlich einen Finca?

Aber das Frühstück konnten wir wieder bei herrlichen Sonnenschein und Temperaturen um die 18 Grad draußen zu uns nehmen. Man beachte wieder es ist Mitte November.

Beim schlürfen des Kaffees beratschlagten wir wo es denn heute hin gehen sollte. La Palma hat so viel tolle Landschaft, alles in einem Leben zu erkunden wird wohl nicht reichen, also für uns als Touristen nicht. Und so bleibt die Qual der Wahl.

Wir Lassen uns heute von einem Geocache leiten. Reiseführer führen Massen von Menschen gezielt an Orte. Das machen Geocaches auch, nur sind es weniger Menschen. Und auf La Palma bleibt die Rudelbildung unter Geocachern aus.

Da wir ja „nur“  GPS Koordinaten von einem Standpunkt haben und keine Anfahrtsbeschreibung wie in einem Reiseführer (in diesem Fall) kann das ein lustiges unterfangen werden.
Und so machten wir uns ganz unbefangen mit Karte und GPS Gerät auf den Weg. Das ich GPS Koordinaten in eine dafür geeignete Landkarte einzeichnen kann habe ich Vic verschwiegen, sie navigiert doch so gern.

Der Weg zu den Koordinaten zieht sich. Die Faustformel, für 30 Km benötigt man mit dem Auto auf den Kanaren 1 Std. bestätigt sich wieder einmal. Und wenn man wie ich gern mal falsch abbiegt kann so eine tour schon einmal länger dauern, Wendemöglichkeiten sind in den Serpentinen eher selten.

Und da komme ich zu einem wichtigen Punkt. Uns wird in unserer Gesellschaft immer eingetrichtert, es gibt Punkt A und Punkt B. Um den Weg von A nach B zu absolvieren musst du den kürzesten Weg nehmen, ohne Abstecher nach Punkt X und Y. Selbst unsere Navigationsgeräte suggerieren uns, das man so agieren muss.

Alles Falsch. Sich verfahren und dabei Dinge zu entdecken die auf direktem Weg einem völlig unerschlossen geblieben währen, das ist der richtige Weg. Nur so kann man neue Horizonte entdecken, seinen Persönlichen Horizont erweitern. Oder man bleibt die Geißel der Leistungsgesellschaft, die uns dumm und Glücklich hält. Macht euch einmal einen Kopf was euch glücklicher macht, sind es Medaillen ein Schulterklopfen vom Chef, oder eine geile tour durch die Wunderbare Natur mit Bildern die sich für immer in eure Köpfe brennen.

Vielleicht will ich mit diesem kleinen Abstecher auch nur rechtfertigen das ich mich mit dem Auto oft verfahre. Und das war heute auch so, oder ihr versteht die kleine Metapher.

Als wir uns langsam aber sicher dem Ziel nährten entdeckten wir einen Aussichtspunkt, der einen wunderbaren Ausblick auf einen Babanco bietet. Wir konnten von dort aus eine Tour aus dem letzen Jahr mal von oben genießen, genial. An dem Aussichtspunkt gibt es kleine Stege deren letzter Meter aus Glasboden besteht. Mein erster Kontakt mit so einer Touristenattraktion. Ich dachte immer das betreten von so etwas würde mir nichts ausmachen. Pure Selbstüberschätzung, um Fotos zu machen balancierte ich auf den Stahlstreben zwischen den Glasböden. Wieder was gelernt.

Durch kleine Gassen gelangen wir an den mini Berg der uns zu unserem Geocache führen sollte, und tatsächlich wir waren richtig. Die tour war auch wieder überhaupt nicht wild aber uns boten sich geniale Ausblicke auf den Atlantik und die umgebenden Barancos. Den Geocache fanden wir natürlich auch. Wir saßen noch einige Zeit auf der Platform und genossen einfach die tolle Natur.

Auf dem Rückweg zur Finca machten wir noch einen Abstecher nach Puerto Naos. Dort entdeckten wir einen kleinen Strand den wir promt ansteuerten. Dort setzten wir uns stumpf auf die Klippen schauten der Brandung zu und genossen die intensiven Sonnenstrahlen.
Wir haben wieder viel gesehen und entdeckt, und das nur weil wir nicht einfach von A nach B gefahren sind, sondern weil wir viel Umwege in kauf genommen haben.

Gute Nacht liebes Tagebuch

Donnerstag, 16. November 2017

La Palma Tag 5 Cubo de La Galge

Wichtige Info
Das Uploaden von Fotos findet erst wieder in Deutschland statt Aktuell benötige ich für drei Fotos über zwei stunden!!!

Unsere neugewonnene Mobilität mussten wir natürlich gleich ausnutzen. Ich habe gestern noch ein wenig recherchiert wo wir noch nicht waren, auf La Palma. Immerhin ist es unser dritter Besuch auf der Insel.
Und mein Fokus viel auf die Tour zum Cobo de La Galga. Warum mir dieses Fleckchen Erde bei den Letzten Besuchen völlig entgangen ist bleibt mir schleierhaft.
Es handelt sich um ein Biosphärenreservat mit wundervollen Lorberbäumen und was mich ziemlich überraschte einem riesigen vorkommen von Castanea sativa der Edelkastanie oder auch Esskastanie. Aber zurück zum Anfang.

Die Anfahrt zum Parkplatz mit Info Häuschen verlief ohne Probleme. Nur war der doch recht kleine  Parkplatz voll. Ich rangierte Volker (so Heist unser neuer Mietwagen) an eine stelle wo ich niemanden behinderte, auch wenn es keine eingezeichnete Parkbucht ist. Kurze darauf sah ich im Rückspiegel einen Parkranger auf unseren Wagen zusteuern.
Mein erster Gedanke war oh Mist jetzt gibt es Ärger und wir müssen wieder fahren.
Doch der sehr freundliche Ranger erklärte uns wo wir alternativ Parken können, natürlich abseits von geteerten Wegen mit Versicherungsschutz und so. Dankend nahmen wir den Tipp an.

Wir Starten unsere Wanderung auf einem Asphaltierten Forstweg, mahnend steht am Anfang noch ein Schild das vor Steinschlag warnt. Genau das Habitat in dem wir uns wohl fühlen.

Der Weg schlängelt sich langsam Berg auf durch den Baranco und es ist Traumhaft. Die steilen Felswände gepaart mit dem urigem Wald faszinieren uns einfach. Unser grinsen im Gesicht wirkt für die anderen Wanderer sicherlich (ja es waren einige unterwegs) sonderbar. Aber wir fühlen uns total Happy und wissen nicht wo man als nächstes hinschauen soll.

Nach ca. 1 Km verlässt man auch den Asphaltierten Weg und geht auf einer breiten Schotterpiste weiter. Der Wald wir dichter, man passiert massive Felsblöcke und befindet sich mitten in einem verwunschenen Märchenwald. So viel Weitwinkel kann eine Kamera nicht haben um die Schönheit dieses Ortes festzuhalten. Dem Leser wird sicherlich auffallen ich bin begeistert.

Aber es wurde noch besser. Die Schottenpiste verengte sich zunehmend und wir schlenderten durch enge Pfade die von riesigen Farnen bewachsen sind. Immer über leicht geröllliges Gelände, nicht schwierig zu begehen aber wunderschön.

Auf dem Weg trafen wir noch eine Familie mit Kleinkind im Rucksack sie hatten die Orientierung verloren. Am Start der Tour kann man sich wohl am Infohäuschen eine Karte geben lassen. Mit dieser war das Paar auch Unterwegs. Half nur nicht. Ich schaute mir die Karte auch einmal an und kam zum Entschluss, das bringt einen Wanderer auch nicht weiter. Wir konnten mit unserem GPS weiter helfen bzw. lief uns das Paar jetzt nach.

Obwohl ich auch sagen muss der Weg ist sehr gut markiert. Man braucht nur ein Auge für die Wegfindung im Jungel. 

Immer weiter geht es Berg auf durch den Traumhaften Wald. Und ständig kracht es und Poltert. Da wir ja vor Steinschlag gewarnt wurden und wir diesbezüglich sehr wachsam sind machten wir erst einmal eine kleine Pause im Poltergebiet.

Bei einem Müsliriegel konnten wir auch die Ursache des ständigen Geräuschpegels ausmachen. Es sind die Esskastanien die von den Bäumen poltern. Etwa Faust große Fruchtkörper fallen von den Bäumen und verursachen mir jedes mal fast einen Herzinfarkt.

Nach einem weiteren kurzen Aufstieg kamen wir am Aussichtspunkt Somada Alta an. Wir konnten ein wunderbares Panorama über die Westküste von La Palma genießen.

Nur wer auf den Berg Stiefelt muss auch wieder runter, und das Gestaltete sich etwas schwerer als gedacht. Der Abstieg ist steil und die Steine nass. So manches mal waren wir kurz vor dem Straucheln. Und das Berg ab gehen geht mir persönlich immer stark auf die Knie.

Trotzdem ist der Weg Traumhaft. Wir verlassen danach auch die Wegführung unseres Wanderführers und machen noch einen Abstecher nach La Galga. 
Von hier sind es nur noch wenige Km bis zu unserem Mietwagen, natürlich weiter steil Berg ab. Auch die wilden Hunde die wir unterwegs trafen konnten uns nicht aufhalten. Insgesamt haben wir aber mehr Katzen angetroffen als Hunde. Sehr sympathische Insel.

Ich kann diese Tour nur empfehlen (Rother Wanderführer La Palma Ausgabe 12 Tour 10)
Und wieder auf der Finca schmerzen ein wenig die Knie die ein oder andere wunde stelle an den Zehen ist zu spüren (weil ich meine Stiefel mal wieder nicht ordentlich umgeschnürt habe) aber das war einfach der Hammer.

Nicht weil die Tour super anspruchsoll war oder man krasse Ausblicke erhaschen konnte. Nein der Wald war für mich einfach das faszinierende an der ganzen Tour. Die uralten Baumbestände von Lorbeer und den Edelkastanien, die Verschlungenen Wege durch riesige Farn Gewächse. Einfach der Hammer für jeden Wald Liebhaber. Ich habe einiges an Video Material gedreht das wird später auf meinem YouTube Kanal zu sehen sein. Und ich kann leider aufgrund der Internet Situation nur wenige Fotos zum Blog Eintrag hinzufügen.

Also macht euch selber auf den Weg 



Mittwoch, 15. November 2017

La La Palma Tag 4 Mietwagen Kaputt Vic hat Geburtstag

Heute ist der Geburtstag von Vic und der Tag beginnt wieder wunderschön. Die Sonne bricht durch die Wollken und wir genießen unser Frühstück auf der Terrasse, ja ich wiederhole mich aber es ist schön, so.

Ich bereitete ihr zum Geburtstag auch einen kleinen Gabentisch, das Deutsche können wir doch nicht ganz ablegen.

Doch eine Aufgabe wird uns den Tag über noch beschäftigen. Wie man gestern lesen konnte ist unser Mietwagen nicht mehr in Ordnung. Ich bin sechs Jahre Trabant im Alltag gefahren und kann über gewisse Technische Mängel, wie es der TÜV nennt gern hinwegsehen. Aber die Nummer mit den Schleifgeräuschen ist uns nicht geheuer. Vor allem weil ich nicht weis was da kaputt ist. Und ein weiterer Aspekt ist das die Serpentinen wenig Spielraum für Ausweichmanöver oder Schrauber Aktionen am Straßenrand bieten.

Vic verfügt eindeutig über die besseren Sprachfähigkeiten als ich und rief die Notfallhotline an. Wieder erwarten hatten wir sofort einen sehr Freundlichen Menschen am ende des Telefons, Rudimentäre Deutschkenntnisse waren auch vorhanden. An dieser stelle, Ich erwarte keine Deutschkenntnisse von einer Spanischen Autovermietung. Englisch währe aber wünschenswert.

Vic Schilderte unser Problem und präsentierte unseren Masterplan von gestern (unbeding letzten Blogeintrag lesen). Das Funktionierte aber Überhaupt nicht. Das ende vom Lied, wir sollten nach Los Cancajos kommen dort haben sie ein Büro. 

So weit so gut. Nur müssen wir mit dem Auto einmal die Insel von Ost nach West queren. Kilometer technisch nicht viel, aber Höhenmeter und Serpentinen. Und ich habe keine verdammte Ahnung was mit dem Auto nicht stimmt. Wüsste ich welches Problem vorhanden ist könnte ich viel entspannter mit der Situation umgehen. 



Egal, ich habe das schon öfter im Blog erwähnt. Hat das Gefährt einen Motor und eine Bremse, ich fahre es. Und so fuhr ich den Kia nach Los Cancajos, langsam und mit den Händen an der 9 und 3 Uhr Postion fest verankert. 

Ehrlich gesagt hat mich die Fahrt ziemlich gestresst. Wüsste ich das ein Radlager defekt ist, oder was auch immer könnte ich mit der Situation besser umgehen. Aber die Ungewissheit macht mich alle.

Aber wir kamen ohne Probleme in Los Cancajos an, die Geräusche haben sich während der Fahrt übrigens massiv verstärkt. Jetzt mussten wir nur noch die Autovermietung finden. Aufgrund unserer Ortskenntnisse und einigen hilfreichen Locals fanden wir die Hinterhof Butze relativ schnell. 

Der Mittarbeiter vor Ort war erst einmal nicht sonderlich begeistert von dem was wir schilderten. Aber er wollte eine Probefahrt machen. 
Als er los fuhr war das Geräusch auch mit am Start, und er sagte auf Englisch nur, ist nicht so schlimm. Nach weiteren 50 Metern sagte er nur, oh mein Gott (Frei aus dem Englischen übersetzt). Und nach weitern 50 Metern steuerte er einen Hotelparkplatz an stieg aus und drückte uns einen Autoschlüssel in die Hand. Und zeigte uns das neue Auto, übrigens auch ein KIA Rio nur in der Farbe Amarillo (Gelb). Und so verschwand der Auto Mensch auch gleich wieder, zu Fuß. 

Was für ein kleines Abenteuer. Wir kauften noch ein paar Dinge im Örtlichen Spar Markt den wir schon so gut kannten ein und machten uns wieder auf den Weg zur Finca, genug Action für heute.

Auf der Finca stießen wir noch auf Vics Geburtstag an und ich baute einige Geburtstagsfakeln für Vic aus Bierdosen, Salatöl und Küchenrolle 


Gute Nacht Liebes Tagebuch

Dienstag, 14. November 2017

La Palma Tag 3 Molinos de Bellido und Auto Kaputt

Der Morgen begann mit Sonnenschein und und einem Käffchen auf der Terrasse. Einfach herrlich. Wir waren gerade dabei unsere Tour für heute vorzubereiten als unsere Nachbarn rüber kamen. Sie reisen heute ab und fragten ob wir ihre restlichen Lebensmittel haben möchten. Die nahmen wir natürlich gern an. Und so wechselten Trinkwasser, Eier und Käse den Besitzer.
Das ist eine tolle Sache gerade unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, warum Lebensmittel einfach wech schmeißen.

Dabei viel ihr Blick noch auf unsere Ausrüstung, die überall auf der Terrasse lag. GPS Geräte, Rucksäcke, Trinkschläuche usw. es sah aus als ob wir eine Expedition vorbereiten würden. Die Blicke drückten Bewunderung aber auch eine ganze Menge Verwunderung aus. Und so beantworteten wir noch ein paar Fragen zum Equipment bevor sie sich verabschiedeten.

Wir machten uns auf zu den Molinos de Bellido. Hierbei handelt es sich um Wassermühlen aus dem 16 Jahrhundert, bzw. was davon noch übrig ist. Mit denen wurde Getreide gemahlen. Solche Orte finden wir immer sehr faszinierend. 

Wir haben den Ort auf der Landkarte wahrscheinlichich auch gefunden. Und wollten mit den dürftigen Infos einfach auf Entdeckungsreise gehen.
Eins vorweg, man sieht die Mühlen schon bei der Einfahrt nach Santa Cruz, nur wir nicht.
Vic navigierte was das Zeug hält und die Situation wurde immer verzwickter. Mittlerweile hantierte sie Mit einer Landkarte dem Reiseführer einem GPS Gerät und Google Maps auf dem Handy.
Verbindungsstraßen auf der Karte existierten im richtigen Leben nicht und die Mühlen wollten sich uns nicht offenbaren.

Wir waren schon so genervt das das Projekt als gescheitert anzusehen war. Ich machte Vic noch den Vorschlag einen Parkplatz aufzusuchen um eine Zigarette zu rauchen und die Situation zu überdenken.

Und dann passierte es. Bei der Parkplatzsuche schaute ich ein wenig in die Hügel von Santa Cruz und wie die Orgelpfeifen standen sie plötzlich vor uns, die Molinos de Bellido.
Und wenn man weis wo sie sind ist das finden auch ein Kinderspiel.
Und dann gab es die nächste Überraschung. Wir waren auf eine längere Wanderung eingestellt, doch der Weg betrug nur 200 Meter laut Hinweisschild. immerhin ging es die ca 150 Höhenmeter steil bergauf.

Oben angekommen erneute Ernüchterung, das haben wir uns nach den Fotos irgendwie spektakulärer vorgestellt. Wir verweilten noch ein wenig an den Ruinen und genossen den Blick über Santa Cruz. Bis uns unheimliche Fliegen attackierten deren stich sich als schmerzhaft heraustelten. Zeit zum Rückzug.

Für eine weitere Aktion war es bereits zu spät und wir fuhren wieder auf die Finca. Doch wer uns kennt der weis auch das ist ja viel zu langweilig, irgendetwas muss noch passieren. Und so war es auch. 

Auf der Rückfahrt fing der Mietwagen an schleifende Geräusche von sich zu geben. Zu erst nur in Rechtskurven dann willkürlich und es wurde schlimmer. Bei der nächsten Gelegenheit, und die dauerte eine ganze weile in den Serpentinen, machten wir halt um nachzuschauen. Jetzt machte sich auch die gute Wanderausrüstung bezahlt, die wir für die Mühlen wahrlich nicht brauchten. Mit der Taschenlampe kroch ich unters Auto um zu schauen was da so ein Radau macht.

Es war nichts zu entdecken, Räder sind noch fest nichts schleift an den Rädern. Erste Diagnosen werden erstellt, könnte ein Radlager sein oder die Bremsen oder oder oder.
Nur konnten wir nicht hier stehen bleiben und die Entscheidung viel, weiter zur Finca zu fahren. Langsamer als sonst machten wir uns auf den Weg. Meine Hände krallten sich in typischer Fahrschulmanir bei 9 und 3 Uhr fest und der Fuß war in Bremsbereitschaft. Und das Geräusch wurde schlimmer.

Der Rückweg war einfach nur anstrengen weil wir jederzeit damit rechneten das irgendetwas ganz plötzlich mit dem Auto passieren kann. Doch wir schafften es ohne Unfall auf die Finca.
Auf den Schreck gab es erst einmal ein Bier. 
Wir senierten noch lange was jetzt zu tun sein. Doch die Entscheidung viel schnell, mit diesem Wagen  fahren wir nicht mehr in die Berge. Und heute kümmern wir uns auch nicht mehr darum, viel zu stressig.

Es musste aber noch der Masterplan her. Wir haben nämlich ein großes Problem. Normalerweise würde man die Mietwagenfirma anrufen denen das Hotel wo man wohnt bekannt geben und die kommen vorbei. Nur haben wir kein Hotel und unsere Finca ist so abgelegen das sie noch nicht einmal von Einheimischen gefunden wird. Der zweite Punkt ist das die Firma den Anfahrtsweg nicht sehen darf. Es handelt sich um eine nicht befestigte Schotterpiste und wenn man so etwas fährt erlischt der Versicherungsschutz. Das ist gerade dann doof wenn man ein Defektes Auto hat. An der Piste lag es aber definitiv nicht das die Karre kaputt ist. Bei meiner Fehlersuche ist mir aufgefallen das der vordere linke Reifen innen schon blank war und außen noch volles Profil stand, da stimmte was nicht.

Unser Plan sah wie folgt aus. Wir wussten es gibt eine Tankstelle in der nähe, dort wollen wir den Vermieter Onkel Hinlotsen. Weit genug wech von der Finca, aber nah genug um kein Risiko bei der Fahrt einzugehen.
Wir brauchten nur noch die Adresse der Tankstelle, dafür kontaktierten wir die Vermieterin Gritt. Dort ist für neue Gäste auch immer der Treffpunkt.

Die Adresse bekamen wir promt und der Masterplan für morgen stand. Und noch etwas geschah. Schlechte Dinge können auch für positive Entwicklungen sorgen. Gritt fragte noch einmal wann wir abreisen und Vic erwähnte beiläufig das für bis Freitag gebucht haben und unser Flug erst am Samstag geht. Wir würden noch einen Campingplatz suchen, Zelt und Schlafsäcke haben wir dabei.
Gritt quittierte die aussage mit lauten lachen und hat uns für verrücktet erklärt. Aber sie macht es möglich das wir die letzte Nacht ins Nachbarhaus einziehen können, weil unseres schon vermietet ist.
Währe das Auto nicht kaputt gegangen hätten wir nie Gritt angerufenen und wir hätten die letzte Nacht irgendwo Wild Zelten müssen.
Das nenne ich Karma, wir sind wohl doch keine so schlechten Menschen.
Ob unser Masterplan morgen aufgeht keine Ahnung vielleicht ist uns das Karma auch da wieder holt.


Gute Nacht liebes Tagebuch





Montag, 13. November 2017

La Palma Tag 2 Akklimatisieren

Der Abend gestern verlief doch ein wenig anders als geplant. Wir wollten in Ruhe unser Tagebuch schreiben und ein Gläschen Wein zu uns nehmen. Da unsere Nachbarn auch draußen saßen fanden wir es unhöflich nicht einmal Hola zu sagen. 
Gesagt getan einmal kurz um die Ecke, Hallo wir sind Vic und Stephan und die Geschichte sollte gegessenen sein.
Nur handelte es sich um ein homosexuelles Pärchen mit extremen Unterhaltungswert. Die Sexualität eines Menschen interessiert mich herzlich wenig und ich würde es auch nicht weiter erwähnen. Doch die Beiden sind einfach zu klischeehaft um den den Aspekt der Homosexualität zu verschweigen. 
Das Ende vom Lied oder Abend, ich weiß auch nicht mehr genau. Wir tranken Wein lachten und dann gingen die Lichter aus. Einfach herrlich. 

Etwas verkatert wachte ich morgens auf und Vic folgte mir. Wir genossen erst einmal einen Kaffee bei grandiosem Panorama. Der Plan für heute sah vor, erst einmal akklimatisieren. Immerhin hatten wir in Deutschland Temperaturen um die Null Grad und auf La Palma haben wir plötzlich 29 Grad. Total schön aber der Körper muss sich erst einmal daran gewöhnen bevor er durch die Berge stiefeln kann.

Trotzdem mussten wir noch nach Tazacorte fahren um einige Dinge einzukaufen, die wir gestern vergessen hatten. Es waren so wichtige Dinge wie Pfeffer und Zigaretten.
Nach dem Einkauf setzen wir uns noch bei einer kalten Cola in die Sonne und genossen einfach das Sein. Wobei ganz ungestört waren wir nicht. Auf spanisch maunzte uns eine Katze vorwurfsvoll an. Unsere Sprachkenntnisse im  spanisch-felidelen Bereich waren ausreichend um zu verstehen was sie möchte. Streichle mich gib mir Aufmerksamkeit. Und so tätschelten wir die alte Katze, was sie mit einem lauten Schnurren quittierte. Katzen streicheln ist übrigens gut fürs Gemüt. Es gibt Studien die belegen Katzenbesitzer leben länger. 
Leider kennen die Studienbeauftragten nicht unsere Katze, oder kennen die Barancco-Katze von La Gomera nicht, die uns fast abstürzen lassen hat.

Danach ging es zurück zur Finca. Kopf ausschalten, einen kleinen Sekt genießen und stumpf akklimatisieren. Übrigens habe ich mir einen kleinen Sonnenbrand beim akklimatisieren eingefangen.

Als wir so kopflos auf unseren Liegen rumdümpelten und ich den Eidechsen beim rumklettern zuschaute kam ich auf eine so geniale Idee, die selbst Andreas Kieling vor Neid erblassen lassen würde. Ich stellte meine Action Cam an den Echsen Hotspot und ließ sie so lange aufnehmen wie es der Akku zuließ. Die Aufnahmen sind filmpreiswürdig geworden und bald muss ich nicht mehr arbeiten. Das Resultat gibt es in einigen Tagen auf YouTube zu sehen. Und so wurde die EchsenCam geboren.

Das war es aber auch für heute. Morgen geht es aktiv weiter. Ab in die Stiefel und dann soweit die Füße tragen.


Gute Nacht liebes Tagebuch 



Sonntag, 12. November 2017

La Palma Die Anreise zur Finca

Warnung: Dieser Text enthält Zeitsprünge und Rechtschreibfehler aufgrund von erhöhtem Schlafmangel, lesen auf eigene Gefahr :-)
Eines Abends erzählte Vic von der Mosel wie schön es dort sei ihre Eltern waren auch schon zum Wandern dort. Ich habe die Fotos gesehen, es sah wirklich sehr Idyllisch aus. 
In meinem Kopf setzte sich ein Bild zusammen, wie Vic und ich gemeinsam durch die Hänge der Weinberge wandern traumhafte Aussichten genießen und am Abend die Früchte der Reben kosten die wir am Tag gestreichelt haben. Ich bin halt ein Romantiker.
Da wir noch Resturlaub hatten machten wir uns ganz spontan auf zu Steve ins Reisebüro und es kam wie es kommen musste.
Wir buchten Flüge nach La Palma. Was da schon wieder schief lief und warum wir nun doch nicht an die Mosel Reisen bleibt schleierhaft. Ich weis wirklich nicht mehr wann der Umschwung kam.

Es ist bereits die dritte La Palma Reise die wir antreten. Doch diesmal ist die Anreise etwas beschwerlicher. Am Freitag sind wir mit dem Auto nach Hamburg gefahren. Unterwegs ging fast die Welt unter. Platzregen und Nebel auf der Autobahn. Nur Schrittgeschwindigkeit möglich und purer Stress. In Hamburg haben wir uns für eine Nacht bei Viktorias Schwester (hallo Franzi) einquartiert denn unser Flug ging schon um 8:00 morgens von Hamburg aus.
Eine Sache habe ich noch garnicht erwähnt. Wir haben immer noch keine Schriftliche Bestätigung bezüglich der Flüge. Steve aus dem Reisebüro hat uns aber versichert das alles in Ordnung ist und wir mitfliegen dürfen. Ein unguter Beigeschmack bleibt trotzdem.
Und so machten wir uns am Samstag nach 3,5 Stunden schlaf auf den Weg zum Flughafen. Zum grübel bezüglich der Tickets sind wir einfach zu müde. 
Doch das einchecken verlief ohne Probleme. Ich wurde übrigens zum ersten mal von so einem Ganzkörperscanner an der Sicherheitskontrolle maß genommen. Über Unfruchtbarkeit mache ich mir weniger sorgen nur die Gelben Kästchen die der Monitor auf meinem Körper Anzeiget sind doch besorgniserregend. Vor dem Scan hatte ich keine Gelben Kästchen. Vic hatte auf ihrem Bild auch ganz viele Kästchen. Sehr mysteriös.
Es handelt sich bei den Kästchen übrigens um mögliche Gefahrenpunkte die noch einmal kontrolliert werden müssen. witzigerweise sind unsere Taschen lehr wir könnten nicht mal einen Floh durch die Kontrolle bringen. Also wieder einmal engen Körperkontakt mit dem Sicherheitspersonal pflegen und wie üblich Schuhe aus.
Der Flug mit der Airline Germania verlief ohne besondere Vorkommnisse. Bis auf und jetzt haltet euch fest. Es wurden auf dem 5 Stündigen Flug zwei Getränke und eine Warme Mahlzeit kostenlos serviert. Bei allen mir bekannten Fluglinien wurde dieser Service schon vor Jahren aus Kundenfreundlich eingestellt. Super Germania, da sehe ich über die 30 Minuten Verspätung mal hinweg.
Auf die Kulinarische Überraschung aus der Alluschale kann ich beim Flug gut verzichten. Aber 5 Stunden ohne Trinken in einer klimatisierten Metallröhre ist Foltert. Ich weis man kann sich ja was im Flugzeug Kaufen, aber die Preise sind jenseits von gut und böse. Ich währe bei den anderen Airlines auch mit einem kostenlosen Becher Wasser sehr zufrieden aber selbst das muss man bezahlen.
Hinter uns im Flieger saß übrigens eine Frau die unbedingt einen Fensterplatz haben wollte, so weit so gut kann ich nachvollziehen. Nur wie sie, wie ein Bockiges Kind mit quitschiger Stimme  alle Leute anbettelte war schon ein Schauspiel. Die Aktion war natürlich nicht von Erfolg gekrönt und so ließ sie sich mit weinerlicher stimme nieder und schluchzte, davon lasse ich mir nicht meinen Urlaub vermiesen. So hat jeder seine Prioritäten. 
Das doch schon ältere Pärchen mit sehr kindlichen Gebaren sollte uns noch den Rest des Fluges sehr unterhalten. Jeder versuchte den anderen mit auswendig gelernten Wissen aus dem Reiseführer zu übertrumpfen einfach nur herrlich wie sie versuchen auf sehr infantile Art und Weise ihr Wissen zu vermitteln. Nur die Stimme der Dame nervt.
Ein weiteres Abendteuer erwartetet uns beim Versuch den Mietwagen abzuholen. Erst fanden wir den Avia Vermieter nicht weil er nicht dort stand wo er laut Voucher stehen sollte. Das kennen wir schon, die Firma Avia besitzt keine Büros zum Auto vermieten. Sie lungern irgendwo in Tiefgaragen rum und erledigen den Papierkram mit dem Klemmbrett unter dem Arm. Wir hatten bisher noch nie Probleme mit den Fahrzeugen oder wurden gar über den Tisch gezogen. Nur das finden der Vermieter ist immer eine kleine Schnitzeljagd.
Diesmal fanden wir den Onkel aber doch relativ schnell und standen mit gefühlt Tausend anderen vor einem einzelnen sehr überforderten Avia Mitarbeiter. Eine gute Stunde dauerte es bis wir den Mietwagen endlich in Empfang  nehmen durften. Wir sehen das mit spanischer Gelassenheit. Aber einige unserer Leidensgenossen aus der Warteschlange waren kurz davor den Avia Mann zu lynchen und die Mietwagen in bester Piratenmanier zu kapern. Szenen wie aus dem Computerspiel GTA bleiben uns aber erspart.
Wir haben übrigens einen KIA Rio der auf den Namen Viktor hört. Viktor war der Vorname des armen Avia Vermieters der fast gelyncht wurde. Er hat unsere spanische Gelassenheit bemerkt und während des Ausfüllen des Vertrages noch ein wenig smalltalk gehalten, so viel Zeit muss sein. 
Die Karre fährt sich erstaunlich gut. Und so ist es nicht verwunderlich das wir nach nur einmal Verfahren die Finca ansteuern konnten. 
Vorher haben wir im örtlichen Hiperdino noch einen Großeinkauf getätigt da wir auf der Finca ja Selbstversorger sind. Und es gibt so viel leckere Dinge auf den Kanaren, wir ließen schlappe 70 Euro für Wurst, Käse und andere Köstlichkeiten im Laden.
Den Weg zur Finca kannten wir ja bereits aus dem letzten Jahr und telefonisch haben wir mit Grit, der Vermieterin ausgemacht das der Schlüssel unter der Fußmatte liegt. Alles hat wunderbar funktioniert.
Leider sind wir nicht allein im Anwesen wie letztes Jahr. Die anderen zwei Wohnungen sind auch gebucht. Dafür haben wir wunderbares Wetter, 24 Grad und Sonne. Wir lassen den Abend jetzt gemütlich bei einem Wein ausklingen und sind gespannt was uns auf diesem Tripp alles erwartet.

Gute Nacht liebes Tagebuch










PS: Das Internet hier vor Ort ist auch spanisch gelassen, komme ich heute nicht komme ich morgen. Ich weiß nicht wie regelmäßig ich den Blog vor Ort aktualisieren kann. Falls es mal keine Geschichte von uns gibt sind wir nicht in eine Schlucht gestürzt, nur offline.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Madeira 2011

Auch unseren Madeira Tripp von 2011 möchte ich euch nicht vorenthalten. Die Wanderungen entlang der Levadas sind atemberaubend. Und Madeira ist eine super Wanderinsel.

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